Gut schlafen

Schlaf – die wichtigste Säule der Gesundheit

 

Wenn Sie bis hierher die Themen Ernährung, Atmung, ein achtsamer Umgang mit sich selbst und eine achtsame Sprache gelesen haben, sehen Sie, wie eng all diese Aspekte mit Schlaf und damit mit Ihrer Gesundheit und Ihrem Wohlbefinden zusammenhängen. Schlaf ist die wichtigste Säule der Regeneration – er erholt Körper und Geist, stabilisiert das Immunsystem und fördert langfristig Leistungsfähigkeit und Gesundheit. Ein erwachsener Mensch benötigt in der Regel 7–9 Stunden Schlaf pro Nacht, Kinder und Jugendliche entsprechend mehr. Doch nicht nur die Schlafdauer zählt – auch die Schlafqualität ist entscheidend: tiefer, ungestörter Schlaf regeneriert Körper und Geist optimal.

Schlafhygiene – der Schlüssel für erholsame Nächte

Ein regelmäßiger Schlafrhythmus ist zentral: gehen Sie möglichst immer zur gleichen Zeit ins Bett und stehen Sie zur gleichen Zeit auf. Schaffen Sie eine ruhige, dunkle und angenehme Schlafumgebung. Vermeiden Sie elektronische Geräte und helles Licht kurz vor dem Schlafen. Schwere Mahlzeiten, Zucker, stark verarbeitete Lebensmittel und Alkohol sollten Sie in den Stunden vor dem Schlafengehen reduzieren. Sie beeinflussen nicht nur den Stoffwechsel, sondern auch den pH-Wert des Körpers, der durch eine säurelastige Ernährung leicht absinkt – und dies kann die Schlafqualität merklich verschlechtern.

Die Rolle der Atmung im Schlaf

Atmung ist eng mit Schlafqualität und Regeneration verbunden. Nasenatmung fördert tiefen, ruhigen Schlaf, während Mundatmung häufig zu Schnarchen, Atemaussetzern und unruhigem Schlaf führt. Die richtige Position der Zunge im Oberkiefer unterstützt die Atemwege und kann die nächtliche Nasenatmung erleichtern – besonders bei Kindern wichtig, um Kiefer- und Zahnfehlstellungen vorzubeugen. Nasenatmung kann man lernen und üben.

Tracker und Schlafbewusstsein

Moderne Schlaftracker helfen, Muster von Tiefschlaf, REM-Phasen und Wachzeiten zu erkennen. Sie sind ein hilfreiches Werkzeug, um Schlafgewohnheiten zu verstehen und zu optimieren. Dabei gilt: Die Daten sind nur so wertvoll wie die Umsetzung praktischer Maßnahmen, wie regelmäßiger Schlafenszeiten, nächtlicher Ruhe und gesunder Ernährung.

Stress, Cortisol und Schlaf

Hohe Stresslevel halten den Körper im Sympathikus-Modus, erhöhen den Cortisolspiegel und erschweren das Einschlafen. Entspannungstechniken wie Atemübungen, Meditation oder eine warme Dusche vor dem Schlaf fördern den Übergang in den erholsamen Parasympathikus-Modus.

Bewegung, Licht und Ernährung

Regelmäßige Bewegung tagsüber unterstützt die natürliche Müdigkeit am Abend. Dunkelheit und der verzicht auf künstliches Licht regt die Melatoninproduktion an, die für den Schlaf-Wach-Rhythmus wichtig ist. Achten Sie außerdem auf eine Ernährung, die den pH-Wert ausbalanciert: stark verarbeitete Lebensmittel, Zucker und säurebildende Ernährung können nicht nur die Atmung, sondern auch die Schlafqualität negativ beeinflussen.

Buchempfehlungen

„Das Große Buch vom Schlaf“

von Prof. Dr. Matthew Walker

Warum schlafen so wichtig ist: Prof. Dr. Matthew Walker, Direktor des Schlaflabors der UC Berkeley, teilt seine bahnbrechenden Forschungserkenntnisse und verdeutlicht die enorme Wirkung der Nachtruhe. Denn Schlaf ist einer der wichtigsten und zugleich unterschätztesten Aspekte eines gesunden, langen und glücklichen Lebens.