Ernährung
Lesen Sie diese Zeilen langsam.
Geben Sie den Wörtern einen Moment Zeit, in Ihnen anzukommen.
Sprache hat Macht. Sie kann uns beruhigen, aufrütteln, stärken – oder in alte Muster zurückwerfen.
Und wenn es um Ernährung geht, ist unsere Sprache oft der Schlüssel zu allem.
Über Essen und Gesundheit wurde schon unendlich viel geschrieben. Doch im Kern drehen sich unsere Entscheidungen immer wieder um vier Begriffe: Alkohol, Zucker, industriell hergestellte Lebensmittel – und das Maß.
Diese Wörter tragen Gefühle in sich: Verlockung. Trost. Gewohnheit. Und manchmal auch Schwere.
Der übliche Weg heißt „Verzicht“. Ein hartes Wort.
Ein Wort, das uns sagt: Du musst etwas aufgeben.
Das ist seine ursprüngliche Bedeutung – einen Anspruch loslassen, etwas verlieren.
Kein Wunder also, dass es in uns Widerstand erzeugt.
Und aus diesem Widerstand entsteht Sehnsucht – ein Wort, das Sehnen und Sucht in sich vereint. Je stärker wir uns etwas verbieten, desto stärker zieht es uns an.
Der wahre Weg beginnt woanders: bei der Einsicht.
Einsicht fragt nicht: „Darf ich das?“
Sie fragt: „Will ich das wirklich? Tut es mir gut?“
Sie entsteht leise, langsam, oft auf einem steinigen Weg – aber sie trägt Frieden in sich.
Wenn Einsicht da ist, wird der Kampf überflüssig.
Eine kleine Frage genügt:
Möchte ich mir dieses Lebensmittel wirklich einverleiben?
Dieses Wort sagt alles. Es erinnert uns daran, dass Essen nicht nur Genuss ist, sondern Entscheidung. Dass alles, was wir zu uns nehmen, ein Teil von uns wird.
Welche Ernährung passt zu Ihnen?
Egal für welchen Weg Sie sich entscheiden – ich kann Ihnen nur raten, die vier genannten Begriffe im Blick zu behalten. Die ersten drei sollten Sie, unabhängig von der Ernährungsrichtung, weitgehend vermeiden. Und das Maß der Dinge sollte immer ganz oben stehen.
Fragen Sie sich:
Welche Produkte sind ursprünglich?
Welche gab es vor hundert Jahren noch nicht?
Und vor allem:
Was sagt Ihr Bauchgefühl?
Buchempfehlungen
„The Personalized Autism Nutrition Plan“
von Julie Matthews
Create the right diet to support your child with autism or other neurodevelopmental delays through this step-by-step guide to optimal nutrition for their unique needs. This groundbreaking book offers the first personalized approach to help improve these disruptive symptoms through your child’s diet, supplying you with the information and resources you need to holistically help them thrive.
„Dumm wie Brot“
von Dr. David Perlmutter
Getreide und Vollkornprodukte können nicht länger als gesund betrachtet werden – denn Weizen, Zucker und Kohlenhydrate greifen unser Gehirn an. Doch wer die richtigen Lebensmittel zu sich nimmt, kann sein Denkorgan leistungsstark halten und sogar das Wachstum neuer Hirnzellen anregen. Im Kochbuch zu seinem Bestseller präsentiert Dr. Perlmutter über 150 leckere Rezepte, die das Gehirn gesund und fit halten und die Risiken für neurologische Erkrankungen und zahlreiche andere Beschwerden dauerhaft minimieren.
„Scheißschlau“
von Dr. David Perlmutter
Hirntraining mal anders: Der Neurologe und Bestsellerautor Dr. David Perlmutter zeigt anhand neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse, dass eine gesunde Darmflora uns vor Konzentrationsproblemen und Allergien und sogar vor schweren neurologischen Erkrankungen wie Alzheimer schützen kann. Schon mit wenigen einfachen Maßnahmen können Sie Ihre Aussicht auf geistige Gesundheit und ein langes, erfülltes Leben deutlich verbessern.
„Good Energy“
von Dr. Casey Means
Was wäre, wenn Depressionen, Angstzustände, Unfruchtbarkeit, Schlaflosigkeit, Herzerkrankungen, Typ-2-Diabetes, Alzheimer, Demenz, Krebs und viele andere Krankheiten, die unser Leben quälen und verkürzen, im Grunde alle dieselbe Ursache hätten? Wir haben es in der Hand, diesen Erkrankungen vorzubeugen oder sie sogar umzukehren – und uns dabei unglaublich gut zu fühlen –, und es ist einfacher, als wir denken.
Ein bahnbrechender Ratgeber: wie wir mehr Energie finden, Krankheiten vorbeugen und länger leben
„Die Ernährungszahnbürste“
von Prof. Dr. Johann Wölber
und PD Dr. Christian Tenner
Die effektive Langzeitformel gegen Karies, Parodontitis und Übergewicht. Haben Sie schon mal einen Affen mit einer Zahnbürste gesehen?
Dieser verblüffenden Frage gehen die Zahnärzte PD DR. JOHAN WÖLBER und PD DR. CHRISTIAN TENNERT nach. Denn der Homo sapiens ist tatsächlich die einzige Spezies mit einer regelmäßigen Zahnreinigung. Dennoch leiden alleine in Deutschland 98 % der Bevölkerung unter Karies und 50 % der Erwachsenen unter Parodontitis – während Affen sich bester Mundgesundheit erfreuen.

